Pädagogisches Konzept

Unser immer wiederkehrende Tagesablauf gibt den Kindern Struktur und Orientierung, um ihre eigenen Rituale zu finden. Dabei haben sie die Möglichkeit, den Alltag aktiv mitzugestalten.

Ablauf

Erläuterung

Freispiel



 

Kinder lernen: durch selbstständiges Handeln, soziale Erfahrungen, Wir Identität, Interaktion, Empathie, Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmung, sensorisches Lernen, Fantasie, Kognition, Konzentration etc.
 

Stuhlkreis



 

Thematisch gestaltete Stuhlkreise bauen in der Woche aufeinander auf. Rituale Begrüßung, Anwesenheit, Kalender, Lieder, Spiele, Geschichten, Gebete, Orientierung für den Tag
In der Krippe findet ein kurzes Zusammenkommen statt.
 

Freispiel



 

Gleitendes Frühstück (Kinder entscheiden selbst wann sie essen möchten), individuell geplante Aktivitäten, Angebote, Projekte, Vorschule, alltagsintegrierte Sprachförderung, Beobachtungs-, Sprach- und Entwicklungsdokumentation
 

Freispiel im Außengelände


 

Vielseitige Bewegungsmöglichkeiten nach individuellen Bedürfnissen, Erfahrung mit der Natur, Motorik, Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, Fähig- und Fertigkeiten etc.
 

Mittagessen

 

Gemeinsames gesundes und abwechslungsreiches Essen, Lebenspraktische Kompetenzen, Versorgung im Alltag etc.

 

Freispiel



 

In der Mittagszeit haben Kinder die Möglichkeit, eine Ruhepause zu machen.
Am Nachmittag findet eine Gemeinsame Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern statt. Ziel ist, dass die Kinder unterschiedlicher Altersstufen voneinander lernen.

Religionspädagogik In unserer Arbeit hat der evangelische Glauben einen wichtigen Stellenwert. Wir sehen jeden Menschen als einmaliges Geschöpf Gottes und setzen Religionspädagogik in kindgerechter Form um.

Sie stellen Fragen und sind auf ihre Weise von sich aus aktiv und bestrebt, ihrer Welt einen Sinn zu geben. Dadurch braucht jedes Kind individuelle Impulse um Antworten zu entwickeln. Wir nehmen die Fragen der Kinder ernst und geben ihnen das Gefühl der Wertschätzung.

Wir möchten vermitteln, dass uns der Glaube Kraft, Mut und Hoffnung gibt. Dabei sind wir für Menschen aller Religionen offen und beziehen diese ein. In täglichen Ritualen wie das Beten im Stuhlkreis, singen und erleben von biblischen Geschichten setzen sich die Kinder mit dem christlichen Glauben auseinander. Darüber hinaus, thematisieren wir kirchliche Festtage, nehmen im Alltag in Angeboten dazu Bezug und besuchen in regelmäßigen Abständen die Kirche. In Gemeinschaft mit der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Christophorus Gehrde, finden gemeinsame Andachten in der Kirche und in der Einrichtung statt.

Unsere KiTa wird von Kindern mit individuellen Fähig- und Fertigkeiten in ihrer Entwicklung besucht. Durch Inklusion und Integration im Kindergarten entwickeln Kinder frühzeitig die Fähigkeit, Vielfalt wertzuschätzen und miteinander zu interagieren, was langfristig zur Förderung einer toleranteren und gerechteren Gesellschaft beiträgt. Unser Ziel ist es, die individuelle Entwicklung jedes Kindes zu bedürfnisorientiert zu fördern und gleichzeitig soziale Kompetenzen, Empathie und Akzeptanz innerhalb des gewohnten Sozialraums zu stärken. Wir möchten sicherstellen, dass alle Kinder gleiche Bildungschancen erhalten und in einer respektvollen, unterstützenden und fördernden Umgebung aufwachsen können. Dabei entspricht unsere personelle und materielle Ausstattung den besonderen Bedürfnissen der Kinder. Wir erstellen individualisierte Förder- und Unterstützungspläne, die den spezifischen Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes Kindes mit Beeinträchtigung gerecht werden.

-Einsatz differenzierter Didaktik und adaptiver Lehrmaterialien, um verschiedenen Bedürfnissen und Entwicklungsstufen gerecht zu werden. Dazu zählen unter anderem die Barrierefreiheit, Gestaltung von Rückzugsräumen und die Bereitstellung von sensorischen Spielmaterialien. Unsere Materialien wecken die intrinsische Neugierde und sollen jedem Kind ermöglichen, sich Bildung und Wissen ganzheitlich und individuell aneignen zu können. Außerdem erhalten sie von uns die im Alltag benötigten Hilfsmittel.

- Förderung sozialer Interaktion durch Implementierung gezielter Aktivitäten zur Förderung der sozialen Interaktion und Kollaboration unter den Kindern. In unserer Integrationsgruppe (lila), können die Kinder in einer Gruppe mit insgesamt 18 Betreuungsplätzen sich individuell entwickeln. Dabei stehen den vier möglichen Integrationskindern, neben den Gruppenfachkräften, eine zusätzliche heilpädagogische Fachkraft zur Seite. Diese Fachkraft begleitet die Integrationskinder in ihrem Alltag, begleitet Spielsituationen Gruppenübergreifend und entwickelt gezielt pädagogische Aktivitäten für das jeweilige Kind. Zusätzlich findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Fachkräften, Fachberatungen, Arbeitskreistreffen und mit den Erziehungsberechtigten statt.

Wir nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen, entsprechend der individuellen Besonderheiten teil.

Die Heilpädagogische Begleitung ist Prozessorientiert und wird von der individuellen Behinderung/Beeinträchtigung des Kindes geleitet. Dabei gibt das Kind die Geschwindigkeit der Lernschritte selbst vor

So wie Christophorus Jesus auf seinen Schultern trug, so geben auch Eltern und Fachkräfte dem Kind Schutz und Sicherheit, begleiten und unterstützen es, seinen eigenen Weg zu finden.

Elternarbeit ist ein grundlegender Bestandteil des Kitaalltags. In der konkreten Gestaltung der Zusammenarbeit der Erwachsenen in Bezug auf die Entwicklung des jeweiligen Kindes kann Erziehungspartnerschaft entstehen. Hierbei geht es um die konkrete Gestaltung der Zusammenarbeit der Erwachsenen in Bezug auf die Entwicklung des jeweiligen Kindes, z.B. durch das Erstgespräch, die Eingewöhnungszeit, Tür- und Angelgespräche oder regelmäßige Entwicklungsgespräche.

Der tägliche Informationsaustausch erfolgt unter anderem durch die KiTa-APP „Leandoo“. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft versteht die Zusammenarbeit von Eltern und Erzieher:innen in Kindertageseinrichtungen. Es handelt sich hier nicht um einen einseitigen Informationsfluss, ausgehend von der Fachkraft hin zu den Eltern. Es ist vielmehr ein partnerschaftlicher Lernprozess. Dabei bringen Eltern und Erzieher:innen gleichberechtigt ihre spezifischen Kompetenzen für das Kindeswohl in die Erziehungspartnerschaft ein. In der Bildungspartnerschaft spielt das Beziehungsdreieck zwischen Fachkräften, Erziehungsberechtigten und den Kindern eine zentrale Rolle.

Fester Bestandteil hierbei sind auch die Verbindungen ohne das Kind, die unmittelbaren Beziehungen zwischen den Erwachsenen. Ein wichtiger Punkt für das Kind spielt dabei die „Übergabe“ von einer Bezugsperson zur anderen. Die Bring- und Abholsituation lässt sich aus der Sicht des Kindes als ein täglicher Wechsel von einer „sicheren Basis“ zur anderen charakterisieren: morgens vom Elternteil zur pädagogischen Fachkraft und am Mittag/Nachmittag in die umgekehrte Richtung. Wenn die Partner, Eltern und pädagogischen Fachkräfte im regelmäßigen Austausch stehen, Beobachtungen austauschen, Ziele formulieren und das Kind in entsprechender Weise mit einbeziehen, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsprozesse gegeben. Wir bieten Eltern die Möglichkeit der Hospitation in unserer an. So können Sie den Alltag in unserer Kindertagesstätte transparent miterleben.

Für uns bedeutet Partizipation, dass die Kinder als Selbstverständnis aktiv an der Alltagsgestaltung beteiligt werden, indem sie im Treffen von Entscheidungen miteinbezogen werden. Auf diese Weise übernehmen sie Verantwortung für sich selbst, sowie für andere. Dabei achten wir auf verbale und nonverbale Kommunikation der Kinder. So erleben Kinder, dass ihnen zugehört wird und dass sie in ihren Bedürfnissen ernst genommen werden. Durch das demokratische zusammenleben lernen Kinder für sich einzustehen und werden in ihrem Selbstbewusstsein, Selbstwert und Resilienz und Persönlichkeit nachhaltig gestärkt. Außerdem lernen sie sich und ihre Meinung mitzuteilen, sich in andere hinein zu versetzen und Kompromisse zu finden. Durch das stärken der einzelnen Fähigkeiten, lernen Kinder Nein zu sagen, sobald einer ihrer eigenen Grenzen überschritten wird. Diese individuellen Grenzen werden von uns akzeptiert. In der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 12, 13) wird die Beteiligung der Kinder als ein Grundrecht beschrieben.

In unserer Einrichtung umfasst Partizipation u.a.:

  • Beteiligung im Kita-Alltag (z.B. Gestaltung des Tagesablaufs, Stuhlkreis, Feste)
  • Beschwerdeverfahren
  • Kinderkonferenzen
  • Gemeinsames Aufstellen von Regeln und Grenzen mit den Kindern
  • Aktive Beteiligung an Kinderkonferenzen - Jede Meinung hat den gleichen Stellenwert
  • Aktive Beteiligung an Projektarbeiten
  • Begleitungen beim Wickeln/Toilettengang werden durch die Kinder ausgesucht

Kinder sind von Natur aus neugierig, wollen mitgestalten, wollen sich auseinandersetzen und Erfahrungen sammeln und diese weitergeben. In unserer Kita ist die Gruppe altersgemischt, damit sich die Kinder gegenseitig im Lernen und der Entwicklung von sozialer Kompetenzen, sowie Empathiefähigkeit unterstützen können. Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Umwelt lernen gemeinsam, ihre Lebenswelt zu verstehen und sie selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll gestalten zu können.

Wir nehmen die gegenwärtigen individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder wahr, um sie in allen Kompetenzbereichen zu stärken und sie dabei zu unterstützen, diese auszubauen und zu wahren. Hierbei spielt der stetige Dialog zwischen allen Beteiligten (Kinder, Eltern und pädagogischen Fachkräfte) eine wichtige Rolle. Einer der Grundlagen unseres Bildungsauftrages ist die Begleitung, Beobachtung, Analyse, Auswertung und Planung von Situationen. Diese werden fortlaufend durch das Qualitätsmanagement dokumentiert. Bildung findet jederzeit statt. Sie beschränkt sich nicht auf Angebote oder Projekte. Alltägliche Situationen, wie z.B. sich anziehen, essen, wickeln oder waschen, sind wichtige Bildungssituationen, die intrinsische Bedürfnisse der Kinder wiederspiegeln. In diesen oder anderen alltäglich bedeutsamen Lebenssituationen, sogenannten Schlüsselsituationen, unterstützen wir zielgerichtet den Forscherdrang der Kinder und helfen ihnen, sich selbst auseinanderzusetzen und sich besser kennenzulernen. Das Aneignen von Wissen und Können ist eng an das unmittelbare Erleben und Handeln der Kinder gebunden

Die gesprochene Sprache ist das wichtigste zwischenmenschliche Kommunikationswerkzeug uns essentiell für eine ganzheitliche Kindesentwicklung. Nach der Geburt erwirbt das Kind Stück für Stück die Fähigkeit, mithilfe der Motorik Sprache anzuwenden. Spracherwerb ist ein dauerhafter und aktiver Prozess. Essentiell für den Spracherwerb ist die Notwendigkeit von Sprachgelegenheiten und -gebrauch Wir sind uns der Rolle als Sprachvorbild (Albert Bandura „Lernen am Modell“) bewusst und knüpfen dabei an bereits erworbene Fähigkeiten des einzelnen Kindes an. Dabei setzen wir Mimik und Gestik, Satzmelodie, sowie die Sprechgeschwindigkeit und –Rhythmus unterstützend ein. Gemeinsam schaffen durch die alltagsintegrierte Sprachförderung immer wieder Dialoge und ständige Interaktionen (z.B. Bücher und Geschichten, sprachliche Begleitung des Handelns). Besonders wichtig ist uns, mit den Kindern in ganzen Sätzen zu sprechen.

Unser Ziel ist: Die Freude am Sprechen zu wecken, zu erhalten und zu erweitern. Dies kann durch die Schaffung geeigneter Sprechanlässe und durch die Raumgestaltung geschehen. Dabei fordern wir die Bereitschaft, sowie die Fähigkeit, Sprache einzusetzen und zu nutzen. Dies unterstützt die Kinder im Spracherwerb, der Wortschatzerweiterung und der grammatikalischen, sowie kommunikativen Kompetenz. Wir bieten Kinder mit nicht deutscher Herkunftssprache selbstverständlich einen Platz, indem wir ihre Muttersprache im Alltag aufgreifen. Auch Nonverbale Kommunikation, sowie der Einsatz von Bildern und Geräuschen fordert das Interesse an Sprache. Dies unterstützt besonders den Spracherwerb von Kindern in der Krippe oder Kindern, die deutsche Sprache als Zweitsprache erwerben. Auch die Erstsprache hat selbstverständlich in unserer Kindertagesstätte einen Platz, indem wir z.B. mehrsprachige Bilderbücher gemeinsam betrachten oder in der Muttersprache zählen. Fehlerfreundlichkeit, Zugewandtheit, aktives Zuhören, aussprechen lassen und ernst genommen werden, erweitern Kinder ihre Fähigkeiten. Gemeinsam schaffen wir notwendige Strukturen und ein soziale Konstruktionen.

Kirchengemeinde

St.Christophorus Gehrde
Pastors Weg 1
49596 Gehrde